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Reservierung – ohne Parteinamen

Der Kreisverband „Rhein-Berg“ der rechtsextremen „Bürgerbewegung pro NRW“ nutzte seit Längerem das Restaurant „Gronauer Wirtshaus“ in Bergisch Gladbach für seine „Stammtische“.
Regelmäßig trafen sich dort ca. 10 ProNRW-Aktivisten um Dr. Christoph Heger.

Es ist oft die Taktik von pro-NRW, Räumlichkeiten von Gaststätten für „private Feiern“ oder „Stammtische“ zu reservieren – ohne Nennung des Parteinamens.

In einem Gespräch mit dem Inhaber distanzierte dieser sich klar von rechtem Gedankengut.

Ihm war, nach eigener Aussage nicht bekannt, dass es sich um einen „politischen“ Stammtisch handelt, er stellte klar das Er die Situation prüfen und entsprechend reagieren würde.

Rechtspopulisten von „pro NRW“ treffen sich im Gronauer Wirtshaus

Eine regionale Abordnung der rechtsextremen „Bürgerbewegung pro NRW“ zählt offenbar zu den Stammgästen des Restaurants „Gronauer Wirtshaus“ in Bergisch Gladbach. Am kommenden Montag wollen die Rechtspopulisten dort erneut einen ihrer „Stammtische“ abhalten.

Das Gladbacher Traditionsrestaurant „Gronauer Wirtshaus“ an der Hauptstraße besteht bereits seit über 100 Jahren. In einer der bekanntesten und renommiertesten Gaststätten im Gladbacher Stadtgebiet bieten die Betreiber Räume für Feierlichkeiten aller Art an. Dabei nehmen offenbar auch überregional bekannte und berüchtigte Rechtspopulisten das verlockende Angebot wahr: Die rheinisch-bergische Abordnung der „Bürgerbewegung pro NRW“ unter dem Overather Kreisvorsitzenden Christoph Heger nutzt die Räumlichkeiten des Hauses schon seit langem für ihre nicht selten von rassistischen Propaganda-Arien geprägten „Stammtische“.

Heger machte in der Vergangenheit insbesondere durch zahlreiche homophobe Ausfälle von sich reden. So verbreitet er auf dem radikalkatholischen Internetportal „kreuz.net“ in regelmäßigen Abständen Hassbotschaften gegen Homosexuelle, die nicht selten in blanker Menschenverachtung gipfeln. Beispielsweise ließ sich der rheinisch-bergische pro-NRW-Funktionär dort unlängst zum Artikel „Die Maulkorb-Deutschen bekommen jetzt noch einen Homo-Maulkorb“ zu einem Kommentar herab. In dem Bericht wird kritisiert, dass „pro NRW“ und „pro Köln“ unter anderem auf Grund der Ausgrenzung von gesellschaftlichen Gruppen vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Heger meint folgendes dazu:

Diese lächerliche Auslassung des nordrhein-westfälischen Innenministeriums macht nur eines klar: Es hat keine bessere Rechtfertigung für die „Beobachtung“ von pro NRW durch seinen Verfassungsschutz vorzuweisen. Damit nicht aus der andauernden Duldung dieser grundgesetzwidrigen Verpönung von „homophoben“ Urteilen „Recht“ wird, muß immer wieder deutlich gesagt werden: Die homosexuelle Nachäffung des menschlichen Geschlechtsverkehrs ist schwer unsittlich, und seine staatliche Förderung grundgesetzwidrig.

Doch Christoph Heger wäre nicht Mitglied von „pro NRW“, wenn er nicht auch ständig fremdenfeindliche und revisionistische Haltungen vertreten würde: Egal ob mit Aussagen wie „Die Nazis haben die Familien stärker gefördert, als das die BR Deutschland tut“ oder „Merkwürdigerweise hält die bundesdeutsche Inquisition den Glauben an die Ermordung mit Gaskammern denn doch für so wichtig, daß es auch die, die nur diesen Aspekt der Art und Weise der Ermordung nicht glauben, ins Gefängnis steckt“ – nahezu alle Gelegenheiten nutzt der selbsternannte „Islamkritiker“ dazu, seine rechtsextreme Propaganda zu verbreiten. So sprengte er vor knapp einem Jahr eine Veranstaltung der „Senioren Union Moers“, als er sich dort zunächst unerkannt einschlich und anschließend seine rechten Parolen verbreitete.

Die Taktik von pro-NRW-Funktionären ist es seit jeher, Räumlichkeiten von Gaststätten für „private Feiern“ oder „Stammtische“ zu reservieren – selbstverständlich ohne Nennung des Parteinamens. So war es auch kürzlich im Fall des Hotels „Recher Hof“ im Ahrtal. Dort hatten Neonazis des NPD-nahen „Akademiekreises“ ein Treffen organisiert. Die Hotelbetreiber bedauerten dies wenig später und wollen von dem Hintergrund der anwesenden Personen nichts gewusst haben. „Ich dulde in meinem Haus keine Tagungen dieser Art und distanziere mich von parteiorganisierten Veranstaltungen“, erklärte die Betreiberin gegenüber der Tageszeitung „junge welt“. Erst durch die Berichterstattung in der Zeitung habe sie erfahren, wer da gewesen sei.

Der pro-NRW-Kreisverband Rhein-Berg will sich am Montag um 19 Uhr im „Gronauer Wirtshaus“ treffen. Auch der stellvertretende Pro-Vorsitzende Markus Wiener soll an dem „Stammtisch“ teilnehmen und vom vergangenen „Marsch für die Freiheit“ berichten.

Quelle: aow.blogsport.de

Einbrechen vor Rechtsaußen

Nach einer kurzen Diskussion wurde im Hauptausschuss entschieden, die Agnes-Miegel-Str. nicht umzubenennen.

In der Diskussion sprachen sich CDU, FDP, Freie Wähler und die Kiditative für die Agnes-Miegel-Str. aus.
Grüne, Linke und SPD versuchten die Abgeordneten von der Umbenennung zu überzeugen.
Es wurde unter anderem auf die Unterstützung der Umbenennung vom Stadtarchiv hingewiesen.

Die Diskussion wurde jedoch nach kurzer Zeit von einem Antrag der CDU auf sofortige Abstimmung abgebrochen.
Der Bürgermeister, welcher vorher eine Umbenennung unterstützte, äußerte sich nicht.
Es wurde sich immer wieder positiv vonseiten der CDU auf die Agnes Miegel Gesellschaft bezogen, welche auf Ihrer Internetseite eine CD anbietet, auf der Gisela Limmer von Massow zusammen mit dem Wiener Neofaschisten Walter Marinovic Gedichte von Miegel rezitiert. Marinovic war bereits mehrfach Referent auf Veranstaltungen der NPD.

Auf Antrag der CDU wurde im geheimen abgestimmt. Die Abstimmung brachte das Ergebnis von 11:7 Stimmen hervor.

Alex Fenden von der Gruppe conflict dazu: „Dieses Handeln zeigt klar die Kontinuitäten der deutschen Geschichte und die fehlende Distanzierung zu NS-Verbrecher_Innen. Wir werden eine breitere Öffentlichkeit informieren und über Agnes Miegel aufklären und unsere Anstrengungen weiter intensivieren. Wir lassen uns von diesem Ergebnis nicht beeinflussen und fordern weiter die Umbenennung der Agnes Miegel Straße. Heute ist nicht alle Tage!“

Entscheidung im Hauptauschuss

Am Donnerstag, den 24.03.2011, um 17:00 Uhr beginnt im Rathaus Bensberg die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses.

Der TOP 7:

„Entscheidung über den Antrag der „Emanzipatorischen Gruppe Conflict“ und die Anträge der Fraktionen DIE LINKE./BfBB und Bündnis 90/DIE GRÜNEN von November 2010 zur Umbenennung der Agnes-Miegel-Straße in Bergisch Gladbach – Refrath Vorlage: 0123/2011″

behandelt unsere Forderung nach Umbenennung der Agnes Miegel Straße.
Diese Sitzung ist öffentlich.